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Nachdem mir das glücklicherweise gelungen war, wurde ich depressiv. Meinen eigenen Weg in ein erfülltes Leben hatte ich wieder einmal aufgegeben und ich sah auch keine Möglichkeit mehr, ihn weiterzugehen, ohne das Wohl meiner Kinder hinter das meine zu stellen. Ich nahm professionelle Hilfe an. 
Damals war man noch landläufig der Meinung, man muss mit allem allein zurechtkommen und wer einmal einen „Seelenklempner“ braucht, der ist "nicht ganz dicht“. Zudem hatte ich große Angst, es könne sich herausstellen, was ich insgeheim immer schon befürchtet hatte, nämlich dass ich selbst an allem schuld war. Die zunächst aufgesuchte Gesprächs- Therapeutin tat mir leider überhaupt nicht gut. Ich wechselte zu einer Psychodrama - Therapeutin, fühlte mich sofort verstanden und lernte mich auch endlich selbst besser verstehen. Mithilfe der Aufstellungen drang ich ziemlich schnell zu den Ursachen meiner Befindlichkeiten und verschiedensten Begleitumstände vor und konnte mich meinen Ängsten, "alten Geschichten", "Familien-/Verhaltensmustern" und verschiedenen „Glaubenssätzen“ stellen und mich aus vielen von ihnen lösen. Jetzt konnte ich mein Leben, Stück für Stück immer mehr so ausrichten, dass es mir wieder zur Freude wurde.
Meine Hoffnung und meine Lebenslust waren wieder da, ich nahm mein Leben wieder selbst „in die Hand“, befand mich auf meinem Weg in ein buntes und erfülltes Leben. Jetzt stand für mich fest, dass ich mit den gleichen, so direkten und effektiven Aufstellungen, durch die es mir selbst so leicht gefallen war, aus meinem "Sumpf" herauszukommen, für Andere da sein würde. In Neuss. Während eines Selbsterfahrungswochenendes, gegen Ende meiner Psychodrama-Ausbildung, machte ich u. a. eine „Zukunfts-Aufstellung“. Ich räumte alle mir im Weg stehenden Hindernisse weg und ließ meinen Wunsch Gestalt annehmen. Wenig später schon richtete ich einen Raum für meine Aufstellungsarbeit ein und die ersten KlientInnEn kamen zum Aufstellen zu mir nach Neuss. Das war Ende 1998.»» tl_files/pics/edit-redo.png zurück  »»